Wandern

Revitalisierte Auen am Inn

Im ENGADIN bei Bever beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe mit der Revitalisierung von Auen links und rechts vom Inn. Fünf Projektvorschläge wurden erstellt und sehen eine Innaufweitung auf zwei Kilometer vor.
Der letzte Eingriff ist zirka 50 Jahre her. Damals wurde der Inn begradigt und in ein neues gemauertes Bachbett gezwängt. Ziel war, den Hochwasserschutz zu verbessern. Seitdem sind die verbliebenen alten Auen abgeschnitten, ausgetrocknet und verlanden.

Die Gletscher schwitzen

Der weltweite Masseverlust der Gletscher verlief bis 1995 linear, dann beschleunigt und ist 2005 noch einmal schneller geworden.
Das führt zum massiven Schwund der Gletscher. Die Gletscherlänge ist ein verzögertes Signal dieses Abschmelzens. In den Schweizer Alpen sind 79 Gletscherzungen kürzer, 5 gewachsen und 2 gleich geblieben.

Geologische Phänomene auf der Wandertour

Eine ehr reizvolle Wanderung durch den Schweizerischen Nationalpark bringt nicht nur Genuss für die Augen. Die Erdgeschichte der Region wird fassbar. Ein geologischer Lehrpfad führt zu alten Bergwerksstollen bei Buffalora, Erdströme am Munt Chavagl machen aus der Halbtageswanderung eine Tagestour. Die Wanderung beginnt am Il Fuorn (Parkplatz Nr. 6) und 1794 Meter. Die Wanderer blicken auf Blockgletscher. Die bestehen im Gegensatz zu Eisgletschern aus Gesteinsschutt mit eisgefüllten Zwischenräumen. Sie fließen wenige Zentimeter in Jahr das Tal hinab.

Die ersten Zweitwohnungen im Oberengadin

Die ersten Zweitwohnungen im Oberengadin sind ca. 8000 Jahre entstanden. Der Auslöser war der Fund einer Scherbe und Bodenablagerungen einer Feuerstelle. Der archäologische Dienst Graubündens datiert die Scherbe als eiszeitlich und damit auf etwa 2500 Jahre. Im Sommer gab es erneut Grabungen. Es wurden weitere Feuerstellen zutage gebracht, ebenso Hinterlassenschaften moderner Zivilisation. Auch Mauerteile und Reste einer Pflasterung die als Viehpfärche und Steinhütten zu identifizieren sind.

Europas höchstgelegene Schifffahrtslinie

Zwischen Sils Maria und Maloja fährt Europas höchstgelegene Schifffahrtslinie durch den Silsersee. In 40 Minuten fährt die Linie drei Haltestellen an: Chastè, Plaun da Lej und Isola. Diese Stationen lassen sich gut mit schönen Wanderungen kombinieren. Nicht nur Sommergäste sondern auch Einheimische nutzen die Verbindung um zu den Alpen zu gelangen. Die Schifffahrtslinie wurde 1907 vor über hundert Jahren gegründet. Das Schiff mit dem Namen "Segl Maria" hat ca.

Archäologische Funde bringen uralte Zweitwohnungen ans Tageslicht

Die Urgeschichte von Pontresina muss neu aufgerollt werden. Die Funde der Geologin, Hobbyforscherin und Kreisrätin Katharina von Salis wurde von Fachleuten bestätigt.
Die Entdeckungen hatte sie im Jahr 2006 im Val Languard gemacht, eher zufällig hat sie Licht in die Siedlungsgeschichte gebracht. Bei Grabungen zur Wasserversorgung der Pisten-Beschneiung im Val Languard auf 2415 m ü. M., hoch über der Baumgrenze.

Blumen - so weit das Auge reicht

Für viele ENGADIN-Liebhaber und Tourist gehört der Juni zu den schönsten Monaten. Denn dann zeigt sich das Hochtal von seiner ganzen Blumen- und Blütenpracht. Zudem eignen sich die langen Tage für ausgedehnte Touren.
Gerade das Unterengadin ist früher dran, aber auch im Bergell, Puschlav und Val Münstair laden zu Wanderungen ein.
Neben der Wanderkarte lohn es sich auch einen botanischen Führer dabei zu haben um die Pflanzen zu bestimmen.

Berninapass zum Lej d'Arlas

Startpunkt der kleinen Rundtour zum Lej d'Arlas ist der Parkplatz am Lej Pitschen (2222 m) an der Berninapassstraße. Mit dem Auto ist man schnell an diesem kleinen Parkplatz vorbeigerauscht, aber man kann auch am Berninahospiz seinen Wagen abstellen und läuft dann einfach ein paar 50 Höhenmeter wieder hinab. Der Startpunkt ist genauso gut mit der Rhätischen Bahn erreichbar.